Ich habe es tatsächlich geschafft, hatte ich doch gedanklich mit der Vollendung bereits abgeschlossen. Ich war der Meinung, das schaffe ich bestimmt nicht mehr bis Ende des Jahres. Aber dann war doch mein Ehrgeiz wieder geweckt. Was so lang währt, muss schließlich auch ein Ergebnis hervorbringen. Also habe ich die Tage vor und nach Weihnachten noch mal ordentlich in die Hände gespuckt und den, ich nenne ihn mal Pseudoquilt, vollendet. Ich habe nämlich keine extra Zwischenlage verwendet, sondern einfach eine dünne Kuscheldecke an die obere Lage gequiltet, übrigens alles mit der Maschine. Ich bin leider kein bzw. kein guter Handnäher. Mit Schrägband habe ich alle Kanten abschließend eingefasst, was mit Sicherheit auch eleganter geht, mich aber bei meinem ersten, und vorerst auch letzten Quilt, nicht überfordert hat. Gequiltet habe ich in den Nähten mit einem, wie ich finde, sehr dekorativen Stich, der sich bei kleineren Arbeiten schon bewährt hat. Nur gedauert hat das Ganze, mein Gott, soviel Geduld aufzubringen, das ist doch nicht meins:-). Zum ersten Mal habe ich für diese Fleißarbeit meinen Anschubtisch verwendet, sehr praktisch bei diesem Stoffberg. Ich hatte ja in Abständen immer mal wieder von meinen Fortschritten im Jahr berichtet. Mein anfängliches Ansinnen, für jeden Tag ein anderes Stoffstück zu verwenden, löste sich schnell in Wohlgefallen auf. Ich gab mir aber Mühe, jeweils einen Stoff höchstens zweimal einzusetzen. Nun ist es kunterbunt geworden, und ich mag es so. Es ist wie ein Stück Erinnerung, denn zu den meisten Stoffen gehört ja irgendwie auch eine Geschichte, da sie alle in irgendeinem Stück Kleidung oder Dekoration verarbeitet sind. Ich danke hiermit auch noch mal dem lieben "
Frau Zuckerrübchen", die mir ganz wunderbare Reste völlig selbstlos zusandte und meinen Quilt damit noch ein bisschen besonderer und lebendiger machte. Die Decke in den Maßen 1,55m mal 1,55m ist jetzt das beste Stück auf unserer Couch und wird uns an so manchem Winterabend bestimmt wärmen.
Liebe
Uli, Dir danke ich für den tollen
sewalong, durch den ich überhaupt erst auf die Idee gekommen bin, mich an solche Nähwerke zu wagen. Es hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn ich zugeben muss, nun erst mal wieder schnellere Erfolge zu erzielen;-).
Und nun geht die Decke virtuell auf die Reise zum
Creadienstag!